von Angela Planert
Erschienen am 23. April 2018
(Das Buch erschien erstmals 2012 im Spielberg Verlag)
Preis Taschenbuch: 13,90 € (D)
E-Book: 4,99 € (D)
Liana Majewski ist eine junge, ehrgeizige Hirnchirurgin an der Berliner Charité. Als eines Nachts die befreundete Krankenschwester Bettina völlig aufgelöst von einem Zeitungsbericht über Vampirfledermäuse in Berlin berichtet und Liana dann auch noch bittet, ihren kleinen Sohn aufzunehmen um diesen vor seinem Vater zu schützen, ist Liana sehr besorgt um Bettinas Zustand. Dann verschwindet Bettina plötzlich und lässt Liana lediglich mit der Information zurück, dass der kleine Veit eine wöchentliche Blutkonserve benötigt. Schon am nächsten Morgen steht Dr. Klingberger, der Vater von Veit und ein Kollege von Liana vor der Tür um die Herausgabe seines Kindes zu fordern. Veit reagiert äußerst ängstlich auf den Mann und Liana beschließt instinktiv, den Jungen zu verstecken.
Zeitgleich wird die junge Chirurgin von seltsamen Visionen geplagt, die sie zunächst als Albträume beiseite schiebt. Doch dann begegnet ihr Traian, ein junger Vampir, der ihre rationale Realität völlig aus dem Gleichgewicht bringt und der nur Rache will. Rache an den Ärzten und deren Handlangern, die einst ihn und seine Familie so grausam quälten.
Nach und nach fügen sich Lianas Visionen, das Schicksal von Veit und dem rachsüchtigen Traian wie ein Puzzle zusammen...
Dieser Vampirroman ist anders als so viele andere obwohl die Spezies nicht neu erfunden wurde. Die Atmosphäre ist bedrückend und düster aber nicht so, dass man sich selbst vor Albträumen fürchten müsste. Die Autorin erzeugt eine unglaubliche Spannung die sich durch die ganze Geschichte zieht und die einen das Buch nicht aus der Hand legen lässt. Der Schreibstil ist angenehm flüssig und schnörkellos.
Die Protagonisten und selbst die Nebencharaktere sind sehr gut dargestellt und interessante Persönlichkeiten, trotzdem lassen die Beschreibungen noch Raum für die eigene Fantasie.
Liana ist als Chirurgin und Wissenschaftlerin eine rationale, realitätsbezogene Frau und Traian ist zwar ein sehr gut aussehender aber auch gefährlicher Vampir, der nicht unbedingt zum Kuscheln einlädt und dennoch sehr anziehend wirkt.
Das Besondere und auch Außergewöhnliche an dieser Geschichte ist, dass hier nicht Vampire zwangsläufig Täter und Menschen die Opfer sind. Der Verlauf, die Verflechtungen der Geschichte sind unglaublich spannend und intensiv. Die sich entwickelnde Liebesgeschichte zwischen Liana und Traian drängt sich nicht in den Vordergrund - dieser Roman hat sehr viel mehr zu bieten.

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