26 Juli 2026

Silubra: Band 1: Der Gesang des Eisens [Rezension]

 unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar


Silubra: Band 1: Der Gesang des Eisens
von Imogen Rost

Verlag: BoD
Cover: Rohan Eason

Seitenzahl: 464  ISBN: 978-3695136681
Taschenbuch: 18,99 €
E-Book: 4,29 €


„Einsam, inmitten des finsteren Waldes, da war eine Bauernsiedlung-ein paar Weiler und einzelne Gehöfte.“



So beginnt die Geschichte von Ferwin, dem Bärenjägersohn aus dem edlen Hause Ber.

Als Berug, Ferwins Vater, zum ersten Mal in die Augen seines Sohnes schaut, sieht er einen geheimnisvollen Glanz in ihnen, als würden diese Augen ihn in eine andere Welt ziehen wollen und ahnt, dass sein erstgeborener Sohn anders ist.

Jahre später findet Ferwin ein seltsam glänzendes Amulett in seinem Haus und zeigt es Arda, einem Mädchen aus dem Wandervolk. Arda kennt ein Lied von einer versunkenen Stadt, von Schätzen und Edelsteinen. Doch die geheimnisvolle Stadt Silubra scheint unerreichbar zu sein. Ferwin will dem Unerklärlichen auf den Grund gehen und erfährt nicht nur die Wahrheit über seine Sippe, sondern auch vom Verderben der Menschen.

Ferwins Geschichte beginnt gemählich. Als Leser lernt man zunächst das Leben in dieser rauen, vorzeitlichen Welt kennen. Die Menschen leben als Familienverbund in Stämmen. Es gibt die sogenannten edlen Häuser und einfache Bauern, Handwerker, Heilerinnen und eine Seherin. Die Sippe der Bärenjäger stellt den Hauptmann, der Streitgkeiten beilegt, Landbesitz regelt und vieles mehr.

Man lernt also innerhalb des Stammes die gesellschaftlichen Strukturen kennen, die ich sehr interessant fand. Auch wie die Menschen in dieser Zeit Werkzeuge herstellten, nur aus Stein und Holz. Oder die Nahrungsbeschaffung und wie sie sich vor wilden Tieren schützten.
Im Verlauf der Geschichte wird sich das Leben der Menschen sehr verändern, leider nicht nur zum Guten.

Wir haben es hier mit einer epischen Fantasy und einer erfundenen Welt zu tun, die aber doch sehr historisch anmutet. Es ist eine klassische Heldenreise, die mich richtiggehend fasziniert hat. Die Autorin hat sich für diese Geschichte aus alten Sagen und Mythen inspirieren lassen. Es ist also keine moderne Fantasy und das zeigt sich auch in der Sprache, die absolut passend ist und stellenweise sogar poetisch und märchenhaft anmutet. Die Beschreibungen sind so bildlich, dass ich die dunklen, fast undurchdringlichen Wälder vor mir gesehen habe oder auch die einst silberne Stadt Silubra.

Besonders gut gefallen haben mir auch die Charakterbeschreibungen und -entwicklungen. Mir ist es wichtig, an den Gedanken, den Sorgen oder auch dem Glück der Protagonisten teilhaben zu können. Es ist diese Mischung, zu der auch spannende Szenen gehören, die der Autorin sehr gut gelungen ist. Ehrlich gesagt hätte ich ewig weiterlesen können, weil mir dieses Art von Phantastik so gut gefällt. Über die mythischen Figuren möchte ich nichts verraten, lasst euch einfach verzaubern. :)

Es wird zum Glück einen zweiten Band geben, der allerdings erst 2027 erscheinen wird.

In diesem Roman gibt es viele Figuren, die zum Teil ähnlich klingende Namen haben. Man  gewöhnt sich recht schnell daran und am Ende des Buches gibt es auch ein Namensregister, falls man doch mal nachschauen möchte, wer zu wem und wohin gehört.

Zum Schluss möchte ich noch das wunderschön illustruerte Cover hervorheben, das eine Szene aus dem Buch darstellt und von dem Illustrator Rohan Eason gestaltet wurde.

Vielen Dank Imogen Rost für diese wundervolle phantastische Geschichte!


Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar erhalten. Wie ihr wisst, nehme ich nur selten Rezensionsexemplare an und bei mir gibt es keine Gefälligkeitsbewertungen - nur meine ehrliche Meinung.


Imogen Rost hat einen richtig tollen Buchtrailer erstellt und sie liest dann auch das erste Kapitel im Buch, schaut mal rein:


Sie hat übrigens einen sehr interessanten und informativen Youtube-Kanal über alte Sagen, Mythen und natürlich zur Entstehung ihrer Bücher.



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